Ich liebe Eier.
Und ich liebe Hühner.
Ich hatte selbst jahrelang Hobbyhühner und habe ihre Eier immer mit Liebe gegessen. Für mich ist das das Schönste überhaupt: frischer, reiner, näher an der Natur. Aber je älter ich werde, desto öfter frage ich mich: Wie gesund ist ein Ei eigentlich wirklich? Nicht nur für unseren Körper, sondern auch für die Natur?
Denn wenn ich manchen Accounts, wie dem von Medical Medium, glauben soll, dann sind Eier Träger von Krankheiten, Bakterien und Übel. Und wenn man dann weiter sucht, stößt man plötzlich auf etwas völlig anderes: Eier, die bei der Herstellung einiger Impfstoffe eine Rolle spielen. Da frage ich mich doch: Wie geht das genau? Wird da wirklich etwas in Eiern gezüchtet? Und was sagt das dann eigentlich über das Ei selbst aus?
Vor ein paar Jahren war ich mit Shai, meinem Sohn, in Afrika. Dort wurde er plötzlich sehr krank, kurz bevor wir die Große Migration beobachten wollten. Das war eine enorme Enttäuschung. Er war so krank, dass er von den wunderschönen Tieren nichts mitbekam.
Ich selbst hatte keine Beschwerden. Zurück in den Niederlanden nahm ich ihn mit zu Jan de Vries. Dort stellte sich nach Messungen heraus, dass es Salmonellen waren. Ich hatte es also auch, aber offenbar keine Beschwerden.
An dem Morgen, als Shai krank wurde, hatten wir beide Eier gegessen: ich ein gekochtes Ei und Shai Rührei.
Dann sind kürzlich auch Nachrichten bekannt geworden, dass Hühner geimpft werden. Nicht mit mRNA-Impfstoffen, soweit ich herausfinden konnte, aber es ist in manchen Fällen obligatorisch, Hühner gegen bestimmte Krankheiten zu impfen. Sie erhalten oft gentechnisch verändertes Futter und viele Hühner haben kein 3-Sterne-„Beter Leven“-Gütesiegel, was bedeutet, dass sie während ihres Lebens viel Stress erleben können. Das wirft bei mir wiederum Fragen auf, was diese Umstände letztendlich für die Qualität des Eies bedeuten.
Ich mit meiner unsicheren Bindung habe das Thema, dass niemand einfach so vertrauenswürdig ist. Zum Glück bin ich mir dieses Themas bewusst und kann, wenn ich Misstrauen empfinde, es oft noch relativieren. Ich bekam enorm viel Misstrauen, nachdem zuerst Nachrichten über das Impfen von Hühnern kamen und danach die Nachricht, dass Hobbyeier ungesund sein sollen. Zuerst glaubte ich keinen Deut davon, aber ich habe mich damit beschäftigt und herausgefunden, dass es tatsächlich stimmt, dass viel PFAS in Hobbyeiern vorhanden sein kann. Dieses PFAS stammt aus unserem Gartenboden, wo die Hühner gemütlich scharren und Würmer fressen. Gerade durch diese Würmer nehmen sie viel PFAS auf.
Das wirft bei mir vor allem die Frage auf: Wie sauber ist die Luft, die wir noch atmen? Wenn dieses PFAS in meinem Garten liegt, atme ich das doch auch ein? Dann ist es doch vielleicht auch in der Milch der Kühe, die dort Gras fressen, und im Fleisch? Warum achten wir so sehr auf PFAS in Eiern, aber viel weniger auf Kühe?
Ich bin ein Gefühlsmensch und es fällt mir auf, dass ich Eier im Supermarkt in letzter Zeit lieber liegen lasse. Ich esse kein weiches Eigelb mehr und habe sowieso nicht mehr so viel Lust auf Eier. Wenn ich Eier esse, bekomme ich danach oft eine Art Würgereiz. Vielleicht liegt es an meiner Psyche. Ich weiß, dass ich immer viele Eier gegessen habe und sie als Superfood ansah. Denn mal ehrlich: Ein Ei hat auch viel Gutes in sich. Es ist voll von Proteinen und enthält Vitamine und Mineralien wie Vitamin B12, B2, Vitamin D, Selen, Cholin, Eisen und Phosphor. Vielleicht habe ich Eier deshalb immer als eine Art Superfood betrachtet: so klein, aber doch so nahrhaft.
Für diesen Blog habe ich auch einen Blick auf die Auswirkungen auf die Natur geworfen. Allein in den Niederlanden gibt es etwa 33 Millionen Legehennen. Diese Zahl fand ich wirklich absurd. Da fühlt sich ein Ei plötzlich nicht mehr wie etwas Kleines oder Einfaches an, sondern als Teil eines riesigen Systems. Natürlich ist der Fußabdruck eines Eis geringer als der eines Steaks, aber auch ein Ei benötigt Land, Futter, Wasser und Energie. Selbst wenn etwas gesund erscheint, bleibt die Frage: Was kostet es eigentlich die Natur?
Fajah
